Mittwoch, 2. November 2016

MMM Zum letzten Mal Sommer



Neue Werke oder alte Schätzchen, fragt Meike heute beim MMM. Sie selber zeigt ein sehr geliebtes Kleid, dass so gut zu ihrem Leben passt, dass sie es nochmal nachnähen möchte.
Neugenähtes gibt es bei mir heute nicht, der warme Herbst hat mich bisher noch nicht richtig inspiriert, außerdem bin ich im Moment  mit Vorbereitungen für die Frühjahrskurse im Kulturfenster beschäftigt.
Bevor nun aber der Winter kommt, zeige ich doch noch meine Kleider aus der heißen Sommerzeit.
Ich möchte nicht erst nächstes Jahr die Fotos von diesem Sommer zeigen, zumal ich zugeben muss, dass ich alle Kleider schon letztes Jahr genäht habe. Alte Schätzchen sind es deshalb wohl auch nicht, aber immerhin haben sie sich schon im zweiten heißen Sommer sehr bewährt. Die drei Kleider links sind alle nach dem gleichen bewährten Schnitt aus der Knipmode Knip 06/2008 wie schon dieses Kleid genäht, haben aber alle irgendwelche besonderen Details, die ich weiter unten noch näher beschreibe. Das rechte Kleid ist ein Upcyclingprodukt aus einem geschenkten Minikleid.





Kleid 1 ist aus einem Viskosejerseycoupon genäht. Der Reißverschluss dient  nur der Dekoration. Dafür musste ich die ganze linke Naht mit Nahtband verstärken, da sich sonst der Stoff zu sehr ausgedehnt hätte.
Einen Träger (ich liebe Asymmetrie) habe ich mit Vorstichen bestickt.




















 Kleid 2 besteht aus einem Jerseyrest (Restepaket von MDGera über ebay). Ursprünglich waren die rotpinken Punkte in einem komischen Rosa. Das habe ich mit Stoffmalfarbe übermalt. Da es sich um einen Fabrikrest handelte, waren zwei Stoffe mit einem weißen groben Faden zusammengenäht. Ich fand die Kombination mit der Naht und dem karierten Stoff so toll, dass ich den Stoff unbedingt so verarbeiten wollte. Leider war das Stück Karostoff recht klein und es  gab viele Fehler an der Verbindungsnaht, so dass ich an zwei Stellen den Fehler mit einem kleinen Stück Kunstleder verdecken musste. Auch bei diesem Kleid gibt es asymmetrische Träger - bei einem Träger habe ich hinten ein Stückchen von dem Karostoff mitverwendet.

 Auch Kleid 3 ist aus Viskosejersey, den ich mal irgendwo günstig als Rest erstanden habe. Hier habe ich ein Stück grobe Spitze als Verzierung aufgenäht. Die Farben sind schon sehr heftig, aber das Kleid ziehe ich gerne an.

 


Nun müsste ich mit meinen Sommernachträgen auf dem Laufenden sein, dann gibt es hier auch wieder jahreszeitlich Passendes zu sehen. Inspirationen gibt es beim MMM.

Samstag, 15. Oktober 2016

Sommernachtrag: Kirsten Kimono Tee


Oft reizt es mich, aus einem Stoff, den ich mir so nicht ausgesucht hätte, bei dem ich nicht mal weiß, ob ich ihn nicht etwas seltsam finde, doch etwas Schönes zu machen. So ging es mir mit diesem Viskosejersey: 60 cm hatte ich zur Verfügung, die Qualität ist toll, Grüntöne mag ich, auch wenn sie hier sehr kühn kombiniert sind. Das Muster fand ich gewöhnungbedürftig. Insgesamt sieht der Jersey aber sehr frisch und sommerlich aus und steht mir gut. Eine gute Voraussetzung um einen T-Shirt-Schnitt auszuprobieren.





Das Kirsten-Kimono-Shirt ist ein kostenloses Schnittmuster von  Maria Denmark und wurde schon von vielen Bloggerinnen genäht. Durch den einfachen Schnitt ist es ruckzuck fertig. Mir gefällt die lockere Form und auch den  Ausschnitt finde ich sehr schön.



Hier habe ich das Shirt mit meiner ewigen schwarzen Hose kombiniert, aber eigentlich wollte ich auf dem Foto auch die tollen Blumen vor dem Gartentor unserer Nachbarn zeigen.

Für die  Armreifen, die farblich genau zum Shirt passen, habe ich außer den Holzperlen Reste von einer alten Kette verarbeitet und meine selbstgemachten Sandperlen (aus denen auch die Kette gemacht ist).



Mittwoch, 12. Oktober 2016

MMM Architekturkleid auf Capri



 Auch wenn der Herbst jetzt wirklich angefangen hat, gibt es bei mir noch Sommerkleider. Ich möchte meinen Blog auch gerne als Archiv nutzen und muss dazu noch eine Menge nachtragen. Dazu haben wir im Urlaub viele Fotos gemacht. Also - für diejenigen,  die auch jetzt noch Sommerkleider anschauen wollen, gibt es die nächsten Tage noch zwei Sommerposts - dann bin ich so weit auf dem Laufenden.
 Wie ich schon erwähnt habe, waren wir im September in Süditalien in der Nähe von Sorrent. Einen wunderschönen Tag haben wir in Capri verbracht.
Eigentlich wollte ich meinen weißen Rock und das schwarze Shirt (hier gezeigt) anziehen, weil das in meiner Vorstellung perfekt zu Capri gepasst hätte, aber der weiße Rock hatte hinten einen großen Fleck. So musste ich auf das Kleid zurückgreifen, das ich eigentlich in Florenz anziehen wollte. In Florenz hatte es aber über 35° gehabt, so dass ich da auch etwas anderes anziehen musste.  Normalerweise plane ich nicht so genau, was ich wo anziehe, aber bei dem Kleid bzw. Rock und Shirt hatte ich beim Nähen entsprechende Bilder im Kopf.



Das Kleid ist aus Viskosejersey (Coupon mit Architekturmotiv von mdgera über ebay) nach dem Raglanschnitt "Monday basic" aus der Ottobre 5/2013, zur Zeit einer meiner Lieblingsschnitte. Das Kleid ist länger als meine derzeitigen anderen Kleider. Beim Anprobieren hatte ich das Kleid zufällig auf diese Länge umgeschlagen und die die jüngere Tochter und ich fanden sie genau passend. Kürzer hätte das Kleid sportlicher gewirkt, länger sieht es eleganter aus.


Die Fotos oben sind bei der Villa Lysis auf Capri aufgenommen, die unteren auf dem Weg von der Villa Lysis zur Villa Jovis.



Nun bin ich gespannt, was alles beim heutigen MMM zu sehen gibt. Begrüßt werden wir heute von Katharina in einem schönen herbstlichen Outfit.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

MMM Urlaubsnachtrag Neapel



Zum heutigen MeMadeMittwoch gibt es bei mir noch einmal ein Urlaubskleid zu sehen. Wie viele meiner Kleider ist es aus Jersey aus einem Ebay-Restepaket  entstanden. Der Rapport des Stoffes ist sehr groß und die Streifen waren schwierig einzuteilen. Ich hatte zwei Stücke zur Verfügung mit je einem schwarzen Streifen und musste ein bisschen rumprobieren, bis ich mit der Aufteilung zufrieden war. Ich glaube, so ist sie ganz gelungen, allerdings musste ich eine  Saumblende nähen, da mir das Kleid sonst zu kurz geworden wäre. Der Leojersey ist ein Rest von diesem Shirt.


Den Schnitt habe ich gebastelt aus einem Shirt, bei dem ich die Taillierung begradigt habe und einem geraden Stück für den Rock. Der Rock ist oben ganz leicht angekräuselt. Enstanden ist eine leichte Boule-Form, die von der Seite nicht ganz vorteilhaft wirkt, aber sehr komfortabel zu tragen ist.

In den Häuserschluchten Neapels mit dem Gewusel von Leuten und Vespas ist es nicht ganz einfach Fotos zu machen. Glücklicherweise sind  zwei von unseren vier  Fotos brauchbar und es gibt sogar eine Rückansicht vom Kleid, wie ich gerade auf einem  Foto entdeckt habe, das mein Mann gemacht hat. Vor mir geht die jüngere Tochter auch im (von ihr) selbstgenähten Kleid.


So langsam stelle ich mich auf den Herbst ein, auch wenn ich in den nächsten Tagen noch meine restliche Urlaubsgarderobe zeigen werde. Beim MMM werden sich bestimmt jede Menge Anregungen finden lassen. Susanne ist dieses Mal die Gastbloggerin in einem Outfit, das ich sofort auch anziehen würde

Donnerstag, 29. September 2016

Cut-out-Shirt und Wickelrock

 Der Urlaub in Süditalien liegt noch nicht lange zurück, deshalb wird es hier auch die nächsten Tage noch Sommerkleider zu sehen geben. Bei dem schönen Wetter bin auch noch gar nicht richtig im Herbst angekommen.
Leider konnte ich diese Kombination nur einmal anziehen, da weiße Röcke ja magisch Flecken anziehen und die Popeline auch sehr knittert. Ich finde den Rock trotzdem toll. Der Schnitt ist aus der Knipmode 10/2013.  Das Taillenband musste ich ziemlich verkleinern - entweder ich habe aus Versehen eine falsche Größe rausgezeichnet oder der Rock ist so weit, dass er tief auf der Hüfte sitzt. Ich wollte ihn knapp unterhalb der Taille.

Die Feienwohnung verfügte über den Luxus eines Bügeleisens samt Bügelbrett, deshalb ist der Rock hier noch einigermaßen gebügelt zu sehen. Genäht habe ich ihn aus Popeline und mit Batist gefüttert. Als Verschluss dienen zwei aufgesteppte Köperbänder, innen muss ich noch einen Knopf annähen. Für den Urlaub habe ich mich mit einer Sicherheitsnadel beholfen - der Rock war ein Last-Minute-Projekt.
 



Normalerweise trage ich keine Schwarz-Weiß-Kombinationen, aber diese hier gefällt mir sehr gut. Das Shirt ist das Cut-out-Shirt aus der Ottobre 2/2016, das man auf den Bildern im letzten Post leider nicht erkennen kann, denn es sieht auch zur schwarzen Hose sehr gut aus.
Cut-out-Shirts sind für mich die Entdeckung, weil sie raffiniert aussehen, aber nicht zu viel Haut zeigen.


Mit der Passform bin ich wie bei allen Ottobreshirts sehr zufrieden. Die Einfassung der Armausschnitte ist ein bisschen trickreich, funktioniert aber gut, wenn man sich an  die Anleitung hält.
Leider sind die Fotos bei starkem Sonnenlicht aufgenommen und leider war es sehr dunstig, sonst hätte man im Hintergrund Ischia, Procida und Neapel gesehen.

Heute verlinke ich meinen Beitrag noch bei RUMS, wo es jeden Donnerstag eine ganze Menge Inspirationen gibt.

Mittwoch, 21. September 2016

MMM Wickeljacke Knipmode

 In freundlichem Schwarz - mein Heimreiseoutfit vom letzten Samstag. Kulisse ist der Herzogspalast in Mantua. Alles, was ich anhabe ist selbstgenäht, ganz neu (Stichwort Paniknähen vor dem Urlaub) sind Wickeljacke und Shirt, die Hose ist schon älter und schon öfter gezeigt. Das Shirt aus der Sommerottobre zeige ich demnächst genauer. Heute geht es um die Jacke.

 
 Die Wickeljacke aus der Knipmode vom Mai 2010 wollte ich schon ganz lange nähen. Vor dem Urlaub fiel mir dann plötzlich ein, dass ich keine schwarze Jacke habe, die zu Kleidern und zu Hosen passt und sich an einem Sommerabend mal kurz überziehen lässt. Im Vorrat fanden sich zwei schwarze Jerseys - die Jacke ist komplett gedoppelt - die gerade noch reichten. Schnell genäht war sie dann und passte, nur die Ärmel könnten ein bisschen weiter sein. Überraschenderweise kann  man sie auch sehr gut offen tragen. 



Hier sind noch leicht aufgehellte Detailbilder, da schwarz ja immer schwer zu erkennen ist.


Hinten wird die Jacke anders als die Originaljacke mit Schlinge und Knopf geschlossen, das erschien mir am unauffälligsten, wenn ich die Jacke offen trage.



Ich bin ganz begeistert, weil die Jacke zu allem passt und etwas schicker aussieht als eine normale Kapuzenjacke. Meine Töchter sind ebenso angetan und wünschen sich auch solche Jacken.
Nach längerer Zeit nehme ich wieder am MMM teil und bedanke mich beim Team, heute mit Dodo im tollen Blumenrock als Moderatorin. Ganz klasse, dass ihr euch jeden Mittwoch die Mühe macht und den MMM stattfinden lasst!


Dienstag, 2. August 2016

Experimente: Shibori und Batik

Im Garten batiken und färben ist für mich einfach Sommer!
Schon länger wollte  ich die Shibori-Technik ausprobieren, Anleitungen dafür finden sich zur Zeit in jeder Kreativzeitschrift. Oft brauche ich aber einen Anlass, um ein Projekt tatsächlich in Angriff zu nehmen. Angeboten hat sich nun der Geburtstag der Nachbarin, die immer eine selbstgemachte Kleinigkeit von mir bekommt, so wie der schon länger zurückliegende Geburtstag der Nichte, für deren Geschenk mir bisher die richtige Idee fehlte. (Wir handhaben das immer so - lieber ein verspätetes Geschenk als ein Notgeschenk.)
Die Vorgehensweise ist erstaunlich einfach und die Effekte sind umwerfend. Gearbeitet habe ich mit quadratischen Holzbrettchen, runden Scheiben und normaler Abbindetechnik. Gefärbt wurde dann in der Schüssel mit Simplicol Textilfarbe "marineblau".


Das große Tuch aus Batist ist für die Nichte, die Tasche, ursprünglich eine normale weiße Nesseltasche, für die Nachbarin, die sich sehr gefreut hat.


Die große Tochter, die im Moment Semesterferien hat, hat sich anstecken lassen und für sich ein Tuch in klassischer Tie-dye-Technik gemacht. Auch bei ihr sind die Blauschattieruneng wunderschön rausgekommen, obwohl sie nach mir gefärbt hat und das Farbbad nicht mehr warm war.





Noch viel mehr Anregungen für sommerliche Handarbeiten finden sich beim Creadienstag und bei HoT.