Dienstag, 2. August 2016

Experimente: Shibori und Batik

Im Garten batiken und färben ist für mich einfach Sommer!
Schon länger wollte  ich die Shibori-Technik ausprobieren, Anleitungen dafür finden sich zur Zeit in jeder Kreativzeitschrift. Oft brauche ich aber einen Anlass, um ein Projekt tatsächlich in Angriff zu nehmen. Angeboten hat sich nun der Geburtstag der Nachbarin, die immer eine selbstgemachte Kleinigkeit von mir bekommt, so wie der schon länger zurückliegende Geburtstag der Nichte, für deren Geschenk mir bisher die richtige Idee fehlte. (Wir handhaben das immer so - lieber ein verspätetes Geschenk als ein Notgeschenk.)
Die Vorgehensweise ist erstaunlich einfach und die Effekte sind umwerfend. Gearbeitet habe ich mit quadratischen Holzbrettchen, runden Scheiben und normaler Abbindetechnik. Gefärbt wurde dann in der Schüssel mit Simplicol Textilfarbe "marineblau".

 Das große Tuch aus Batist ist für die Nichte, die Tasche, ursprünglich eine normale weiße Nesseltasche, für die Nachbarin, die sich sehr gefreut hat.

















 






Die große Tochter, die im Moment Semesterferien hat, hat sich anstecken lassen und für sich ein Tuch in klassischer Tie-dye-Technik gemacht. Auch bei ihr sind die Blauschattieruneng wunderschön rausgekommen, obwohl sie nach mir gefärbt hat und das Farbbad nicht mehr warm war.





Noch viel mehr Anregungen für sommerliche Handarbeiten finden sich beim Creadienstag und bei HoT.

Mittwoch, 20. Juli 2016

MMM Richtig Sommer



 Nach einem richtig schlechten Start (es gab in der Familie Missverständnisse mit den Aufstehzeiten) und nur 20 Minuten Zeit zwischen Aufstehen und Theateraufführung in der Schule hat sich der Tag doch noch gut angelassen. Zum Glück wohnen wir nur drei Minuten von der Schule entfernt, kamen also noch rechtzeitig und konnten eine tolle Schülervorstellung genießen. Hinterher ließ sich meine Tochter sogar noch zu Fotos überreden und ich kann auch mal wieder am MMM teilnehmen.
Das Kleid habe ich schon letztes Jahr genäht, der Grundschnitt dafür ist aus der Knipmode. Lange habe ich jetzt danach gesucht, habe ihn aber nicht gefunden, ich glaube er war aus einem Sommerheft 2013, da ist das Kleid mit kurzen Ärmeln drin. (Edit: gerade gefunden: Kleid Nr. 16 Knipmode 07/2013). Der Rock besteht aus einer geraden Bahn, 1, 40 breit, den Tunnel für den Gummizug bildet die Nahtzugabe des Oberteils.

Der Stoff, ein Viskosekrepp, war ursprünglich weißgrundig. Das hat mir nicht so gefallen, deshalb habe ich ihn blau gefärbt, was ihm auch die Transparenz genommen hat. Das Kleid ist nicht gefüttert, Armausschnitte und Halsausschnitt sind mit Besätzen versäubert. Ich kann mir gut vorstellen, noch mehr solche schnellen, luftigen Kleider zu nähen.
Was andere im heißen Sommer tragen, lässt sich hier beim MeMadeMittwoch bewundern. Meike als Moderatorin trägt jedenfalls einen wunderschönen Waxprint-Rock mit passendem Shirt.

Freitag, 24. Juni 2016

Kompliment im Supermarkt

Komplimente für Selbstgenähtes bekomme ich im allgemeinen eher aus dem Bekanntenkreis (oder von den Kindern im Nähkurs) und weniger von fremden Leuten,deshalb war ich ganz überrascht, als mich gestern morgen beim Einkaufen eine Frau auf mein Kleid angesprochen hat. Sie meinte, es sei ganz toll und ob ich es aus Frankreich hätte. Als ich ihr erzählte, dass es selbstgenäht sei, war sie etwas erstaunt und meinte nochmal:Sehr schön!
Das Kleid habe ich schon vor zwei Jahren genäht und auch gezeigt. Inzwischen habe ich es ein bisschen kürzer gemacht (in diesem Fall nicht nur, weil es sich ausgedehnt hatte, sondern auch weil es mir ein paar Zentimeter kürzer besser gefällt).
Irgendwie hatte ich die letzten Monate wenig Lust zu nähen. Ich habe schon das eine oder andere fertiggemacht oder umgeändert, aber eigentlich bin ich mehr dabei zu überlegen, was im Schrank eigentlich fehlt, welche Sachen mir inzwischen für mich gefallen etc. Nach dieser Bilanz müsste ich eigentlich hauptsächlich Hosen und BHs nähen, beides Projekte, die mit viel Anpassungsarbeit verbunden sind und nicht mal so nebenbei in Angriff genommen werden können.
Als es jetzt richtig heiß wurde, habe ich mal meine Sommerkleider durchgesehen. Dabei fiel mir auf, dass ich letztes Jahr sechs Kleider genäht habe, die ich noch nicht im Blog gezeigt habe. Ich hoffe, nächste Woche gibt es mal Gelegenheit für eine Fotosession. Die jüngere Tochter hat ja jetzt ihr Abi hinter sich und müsste etwas Zeit haben. Allerdings warten auch noch vier Meter Georgette auf ihre Verarbeitung zum Abiballkleid. Wenn die Zeit reicht, gäbe es dann auch noch ein paar Meter Chiffon für mich....
Die Hosen und BHs müssen halt noch warten.

Freitag, 17. Juni 2016

Nähworkshop für Kinder: Monster auf Urlaub


Am 25./26. Juni gibt es in Heidelberg im Kulturfenster einen Nähworkshop für Kinder unter dem Motto: Monster auf Urlaub.
Im Kurs werden kuschelige Monster genäht, die dann noch ausgestattet werden mit allen möglichen Teilen, die man im Urlaub brauchen kann. Es gibt noch wenige freie Plätze.



Mittwoch, 13. April 2016

MMM Refashioned: Karierter Rock und Shirt



 Letzten Sonntag war das Wetter sehr schön, aber die Lichtverhältnisse waren extrem. Es hat geflimmert, geblendet oder starke  Schatten geworfen. Wir haben's trotzdem probiert, ich hoffe, man kann was erkennen. Die alte Schreinerei und der Wiesenweg hinter unserem Garten lieferten den frühlingshaften Hintergrund.


 Den Stoff für meinen Rock habe ich auf dem Speicher gefunden (ich habe dort ja einen ganzen Fundus, weil viele Kleider bei mir gelandet sind, nachdem mein Elternhaus verkauft wurde). Es war ursprünglich ein Faltenrock, der schätzungsweise Mitte der sechziger Jahre einer meiner Schwestern gehört hat. Der Rock wäre so zu kurz gewesen, also habe ich die Falten ausgebügelt und konnte den Stoff dann quer verarbeiten.

 
 Der Schnitt ist der vom Rock 109 aus Burda 3/2013, ein Schnitt der sich sehr gut für karierte Röcke oder Röcke mit Spitzenkante eignet, da er einen geraden Saum hat. Die leichte A-Linie wird durch schräge Abnäher erzielt. Den gleichen Schnitt, der bei mir sehr gut sitzt, habe ich auch schon für den Spitzenrock hier verwendet.


Die oberer Kante ist innen und außen mit einem Band versäubert. Das gestreifte Futter habe ich mal bei Ebay erstanden. Auch wenn nur ich es weiß, gefällt mir die Vorstellung, dass der Rock innen ganz anders, aber trotzdem passend aussieht.  Von dem Band habe ich eine Riesenrolle, ich bemale es nach Bedarf mit Seidenmalfarbe - die Originalfarbe ist gelbgrundig - und habe es auch schon für diese Tasche genommen.


Um die leicht punkige Anmutung des karierten Stoffes mit dem Leoband zu unterstreichen ist der Rock vorne mit einer schwarzen Sicherheitsnadel geschlossen.
Dazu trage ich am liebsten schwarze Spitzenstrumpfhosen und ein T-Shirt, das sich meine jüngere Tochter  gemacht hat (bemalt und ein fertiges Motiv aufgebügelt), aber schon lange nicht mehr mag. Zu dem Rock finde ich  es perfekt.
 


 Nun bin ich gespannt auf die Frühlingsgarderobe, die beim MeMadeMittwoch vorgeführt wird. Ausgesprochen gut gefällt mir die Kombination, in der Frau BunteKleider den Reigen eröffnet.




Mittwoch, 6. April 2016

MMM: Ein Meter Stoff, ein Schnitt, zwei unterschiedliche Röcke

Im Januar hatte ich beim MMM einen Rock gezeigt  und dazu angemerkt, dass es noch einen Rock gibt, bei dem ich die andere Seite des Stoffs genommen habe. Nun endlich ist dieser auch fotografiert. (Dazu ein Shirt, das ich schon mal gezeigt habe.)
Von dem Rockstoff, der bei mir schon ca. zehn Jahre rumlag, hatte ich einen Meter Stoff zur Verfügung (Baumwolle mit ziemlich großem Stretchanteil), also reichlich für einen Rock. Beide Stoffseiten sehen toll aus, aber völlig unterschiedlich - die linke ist glatt, auf der rechten Seite ist eine Art Tiermuster aufgeflockt.



Ich konnte mich einfach nicht entscheiden und obwohl der Stoff für zwei Röcke sehr knapp war, habe ich einen einfachen schmalen Schnitt gefunden (Nr. 124 aus der Burda 11/2012) und doch noch zwei Röcke rausgekriegt.


 Der Hellgrundige ist ganz einfach mit seitlichem verdecktem Reißverschluss, der dunkle hat den Reißverschluss hinten sichtbar und zwei seitliche Reißverschlusstaschen. Der Bund besteht aus einem doppelten Ripsband. Beide Röcke sind mit Stretchfutter gefüttert.


Und jetzt wird es Zeit nach den anderen Teilnehmerinnen des MMM zu schauen, wo es jeden Mittwoch viel Inspiration gibt.







Dienstag, 8. März 2016

Nachthemden und Bildbearbeitungsexperimente

Monday basic Ottobre 05/2013
 Die Lichtverhältnisse in unserem Haus sind schwierig - spät am Tag geht nur noch das Zimmer der jüngeren Tochter (zweiter Stock - Südseite), aber auch das ist nicht optimal. Probiert hab ich es trotzdem und anschließend noch ein wenig mit dem Bildbearbeitungsprogramm gespielt. Die Schneiderpuppe stand bei beiden Bildern am gleichen Platz.
Im Moment nähe ich sehr wenig, da ich immer noch mit meiner Auf- und Ausräumaktion beschäftigt bin und jetzt in der Übergangszeit  auch nicht richtig weiß, ob es sich noch lohnt, Wintersachen zu nähen. Um mir Gedanken über die Frühlingsgarderobe zu machen, fehlt mir gerade die Ruhe (außerdem ist es bei uns noch recht kalt).
Trotzdem: zwei Nachthemden aus Resten bzw. aus Stoffen, die ich so nicht tragen würde, sind fertig geworden. Die Schnitte sind aus der Ottobre 05/2013 (Autumn Mood und Monday Basic) und sitzen sehr gut. Als Nachthemden oder für  Shirts finde ich sie toll, aber für normale Jerseykleider wären sie mir etwas zu locker geschnitten. Wahrscheinlich sehen lockere Kleider doch aus Webstoff besser aus.
Am besten gefällt mir das Punkte-Nachthemd, das würde sogar als Kleid durchgehen, aber die  Farben stehen mir nicht optimal. Die Ärmel sind aus Resten von diesem Kleid und diesem Shirt. Man sieht, bei mir werden die Reste verwertet wie bei den Quilterinnen im 19. Jahrhundert.
Den  Halsausschnitt habe ich mit einer dehnbaren Baumwollspitze versäubert.

Autumn mood Ottobre 05/2013
 Das zweite ist aus einer Art Sweatshirtstoff genäht, ursprünglich dunkelrot (da wollte ihn niemand), dann lila gefärbt (jetzt wollte ihn gar niemand mehr). Der eine Ärmel ist aus einem blau (!) gefärbten, ursprünglich hellbraunem Viskosejersey mit roten und gelben Blumen, den ich schon öfter verwendet habe (z.B. hier), der andere aus einem ganz normalen, nicht gefärbten Baumwolljersey. Leider sieht man auf dem Foto nicht ganz, wie gut die Farben zusammenpassen.
Oben musste ich stückeln, deshalb noch eine breite Covernaht, wie ich sie  auch für die Säume verwendet habe. Der Halsausschnitt ist mit Falzgummi eingefasst.



Heute gibt es eine Menge Linkparties:
Creadienstag
DienstagsDinge
Handmade on Tuesday